Migräne ist mehr als „nur Kopfschmerz“ – sie kann den Alltag stark einschränken. Für PatientInnen mit chronischer Migräne (≥ 15 Kopfschmerztage pro Monat, davon mindestens 8 migränetypisch) ist die Behandlung mit Botulinumtoxin eine wissenschaftlich anerkannte und gut verträgliche Therapieoption.
Wie wirkt Botulinumtoxin bei Migräne?
Botulinumtoxin blockiert die Freisetzung von Schmerzbotenstoffen an den Nervenenden. Dadurch werden überaktive Schmerzsignale reduziert. Die Folge:
- weniger Migränetage
- geringere Schmerzintensität
- kürzere Attacken
- oft eine deutlich bessere Lebensqualität
Die volle Wirkung entwickelt sich in den ersten Wochen nach der Behandlung und hält in der Regel 10–12 Wochen an.
Ablauf der Behandlung
Eine Botox-Behandlung bei Migräne erfolgt nach dem international etablierten PREEMPT-Schema.
Dabei werden definierte Punkte im Stirn-, Schläfen-, Hinterkopf- und Nackenbereich behandelt.
- Dauer: ca. 10–15 Minuten
- Alltagsfähigkeit: sofort
- Wiederholung: alle 12 Wochen empfohlen
Für wen ist die Behandlung geeignet?
Die Therapie ist vor allem sinnvoll bei:
- chronischer Migräne, wenn andere Medikamente nicht ausreichend helfen oder nicht vertragen werden
- PatientInnen, die häufig unter starken Attacken leiden
- Menschen, die eine gut planbare und langfristige Therapie wünschen
In einem persönlichen Gespräch klären wir, ob Botox für Sie medizinisch sinnvoll und indiziert ist.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Die Behandlung ist insgesamt sehr gut verträglich. Typische, meist vorübergehende Nebenwirkungen können sein:
- leichte Rötung oder Druckgefühl an den Einstichstellen
- vorübergehende Nackenverspannungen
- selten Kopfschmerzen am Behandlungstag
Schwere Nebenwirkungen sind äußerst selten. Wir beraten Sie ausführlich vor jeder Behandlung.

